Final3 in Arnreit – das Dutzend ist voll!
Arnreit. Bei dem diesjährigen Bundesliga Finale trafen die jeweils drei besten Frauen- und Männerteams Österreichs aufeinander, um die Hallen-Meistertitel zu vergeben. Sechs Mannschaften kämpften an zwei Tagen um die nationale Krone – und mittendrin die Union Schwingenschuh Haidlmair Nussbach.
Als Zweitplatzierter des Grunddurchgangs startete Nussbach am Samstag ins Halbfinale gegen den FBV Grieskirchen. Der Beginn verlief jedoch alles andere als nach Wunsch. Die ersten beiden Sätze gingen mit 9:11 und 6:11 verloren – Grieskirchen agierte druckvoll, Nussbach fand zunächst nicht in den gewohnten Rhythmus.
Doch was dann folgte, war eine beeindruckende Demonstration von Mentalität und Teamgeist. Mit kompakter Abwehrarbeit, viel Variabilität im Angriff und zunehmender Sicherheit im Spielaufbau kämpften sich die Nussbacherinnen Punkt für Punkt zurück. Die Halle wurde perfekt genutzt, das Spiel variabler gestaltet und der Druck stetig erhöht. Vier Sätze in Folge gingen an Nussbach – aus dem 0:2 wurde ein 4:2-Erfolg und damit das Finalticket.
Union Schwingenschuh Haidlmair Nussbach vs. FBV Grieskirchen 4:2
(9:11, 6:11, 11:7, 11:9, 11:9, 11:4)
Am Sonntag wartete im Finale der Grunddurchgangssieger, die SPG Wolkersdorf/Neusiedl. Wolkersdorf erwischte den besseren Start, doch Nussbach hielt sofort dagegen. Bereits im ersten Satz zeigte sich, dass dieses Spiel ein echtes Finale werden würde. Nach dem 11:9 entwickelte sich eine hochklassige Partie auf Augenhöhe.
Spätestens jetzt war auch die besondere Atmosphäre in der Halle spürbar. Die Tribüne war bis auf den letzten Platz besetzt. Beide Finalteams wurden lautstark unterstützt: Ein stimmungsvoller Fanblock aus Niederösterreich auf der einen Seite, Trommeln und Fangesänge aus Nussbach auf der anderen. Die Kulisse bot den perfekten Rahmen für ein würdiges Bundesliga-Finale.
Entscheidend war letztlich die mannschaftliche Geschlossenheit der Nussbacherinnen. Auf allen Positionen zeigte das Team eine herausragende Leistung. Der Spielaufbau war ruhig und präzise, im Angriff variabel und druckvoll. Die kompakte Abwehr zwang die Gegnerinnen immer wieder zu hohem Risiko. Besonders in den entscheidenden Phasen bewies Nussbach die größere Konstanz und sicherte sich mit einem 4:2-Erfolg den Meistertitel.
Union Schwingenschuh Haidlmair Nussbach vs. SPG Wolkersdorf/Neusiedl 4:2
(11:9, 5:11, 6:11, 11:5, 11:2, 11:8)
Für ein weiteres Highlight sorgte Abwehrspielerin Jasmin Kammerhuber, die für ihre überragende Leistung zur MVP des Final3 gekürt wurde – eine verdiente Auszeichnung, auf die der gesamte Verein besonders stolz ist.
Trainer Marco Salzberger zeigte sich nach dem Titelgewinn emotional:
„Was diese Mannschaft an diesem Wochenende geleistet hat, war außergewöhnlich. Nach dem 0:2 im Halbfinale so zurückzukommen, zeugt von unglaublicher Reife und Mentalität. Und im Finale haben wir auf allen Positionen unser bestes Faustball gezeigt – variabel im Angriff, stabil in der Abwehr und als echte Einheit am Feld. Genau zum richtigen Zeitpunkt unsere Top-Leistung abzurufen, macht mich unheimlich stolz. Dieser Titel ist das Ergebnis harter Arbeit und großer Geschlossenheit.“
Auch Kapitänin Katharina Lackinger fand bewegende Worte:
„Wir haben heuer nicht immer unseren besten Faustball gezeigt und mussten als Team wachsen. Umso schöner ist es, wenn man im entscheidenden Moment füreinander einsteht und gemeinsam über sich hinauswächst. Jede einzelne Spielerin hat ihren Beitrag geleistet – und genau das macht diesen Titel so besonders. Zwölf Meistertitel für Nussbach – das ist etwas ganz Großes, und ich bin unglaublich stolz auf diese Mannschaft.“
Mit dem sechsten Hallentitel und insgesamt zwölf österreichischen Meisterschaften setzt die Union Schwingenschuh Haidlmair Nussbach ein weiteres starkes Ausrufezeichen in der Vereinsgeschichte.
Fotos honorarfreie Verwendung: Stefan Pühringer
